Die Zukunft der Buchhaltung für kleine und mittelständische Unternehmen

Wichtig: Nach der Gewerbeanmeldung sind Sie meist nicht mehr versicherungspflichtig. Melden Sie Ihre Selbstständigkeit der Krankenkasse und prüfen Sie Ihren Status.

Was ändert sich bei der Krankenversicherung?

„Die Kunst, das Mögliche, unmöglich zu machen“ – So beschreibt ein Sprichwort die deutsche Bürokratie. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) leiden zunehmend unter hohen bürokratischen und verwaltungstechnischen Anforderungen im alltäglichen Geschäft. Die Digitalisierung greift Betrieben genau hier unter die Arme, denn mit modernen Buchhaltungs- und Verwaltungslösungen können viele repetitive Aufgaben automatisiert und digitalisiert werden. Es folgt ein kompakter Überblick über Möglichkeiten für Unternehmerinnen und Unternehmer.

Buchhaltung 4.0 – Was bedeutet das?

Umfragen zeigen, dass gut 50 Prozent der Unternehmen in Deutschland alle ihre Prozesse in Buchhaltung und Verwaltung vollständig digitalisiert haben. 50 Prozent aller Betriebe sprechen zumindest von einer internen Teilautomatisierung der Abläufe. Im Wesentlichen ist es das, was Buchhaltung 4.0 bedeutet: die Digitalisierung der internen Verwaltung. Die Buchhaltung 4.0 umfasst den Einsatz von Softwarelösungen zur Automatisierung sämtlicher Routineaufgaben in der Verwaltung. Dazu zählen unter anderem die Erfassung und Verarbeitung von Rechnungen und die Verwaltung von Kundendaten. Moderne Programme ermöglichen es, Finanzprozesse effizienter zu gestalten und die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Außerdem verbessern sie die interne Kommunikation und vereinfachen die Entscheidungsfindung.

Wichtig: Um die Vorteile der Buchhaltung 4.0 nutzen zu können, ist eine umfassende digitale Infrastruktur bei Soft- und Hardware von entscheidender Bedeutung. Sämtliche Datenstrukturen und Unternehmensbereiche können anschließend eingebunden werden.
 

Umfragen zeigen: Buchhaltung und Verwaltung sind Belastungen für KMU

In Zeiten des Fachkräfte- und Personalmangels sowie des demokratischen Wandels stehen gerade KMU vor erheblichen Herausforderungen in der Verwaltung. Neben zahlreichen Studien zeigt das auch der IHK-Außenwirtschaftsreport deutlich: Acht von zehn Unternehmen klagen über steigende bürokratische Anforderungen und abwicklungsbedingte Verzögerungen, die insbesondere im internationalen Wettbewerb zu Nachteilen führen und die täglichen Abläufe beeinträchtigt.

Diese Probleme resultieren nicht nur aus komplexen Vorschriften, sondern auch aus veralteten administrativen Prozessen. Für das Einbuchen und Zuordnen von Belegen, die sensible Verwaltung von Kundendaten oder die Überwachung von Zahlungen ist ein hoher, personeller Aufwand notwendig. Um diesen zu ersetzen, Prozesse zu optimieren und Mitarbeiter zu entlasten, muss die Buchhaltung 4.0 etabliert werden.


Chancen und Möglichkeiten durch eine digitale Unternehmensverwaltung

Durch die Integrierung einer modernen Softwarelösung zur Rechnungserstellung im Buchhaltungsbereich, aber auch zu Zwecken der Lohnabrechnung und Warenwirtschaft, können auch kleine und mittelständische Unternehmen ihr volles Potenzial entfalten. So lässt sich die Arbeitskraft der Mitarbeiter in der Verwaltung dort einsetzen, wo sie wirklich gebraucht wird. Durch diese effektivere Nutzung von personellen Ressourcen können Betriebe hohe finanzielle Einsparungen erreichen und so wirtschaftlicher agieren.

Dazu kommen viele weitere Vorteile, welche viele Unternehmer zunächst nicht vermuten würden. Durch eine digitale Infrastruktur in der Buchhaltung und Verwaltung kann etwa die Sicherheit enorm erhöht werden. In der Unternehmensverwaltung spielen persönliche Kundendaten und diskret zu behandelnde Belege eine große Rolle. Durch die digitale Speicherung und Archivierung unter strengen Regularien wird der Schutz deutlich verbessert. Zusätzlich ergeben sich die folgenden Vorteile und Möglichkeiten:
 

  • Automatisierung von Routineaufgaben durch künstliche Intelligenz, beispielsweise beim Sortieren und Einbuchen von Belegen
  • Echtzeitzugriff auf Daten, auch von unterschiedlichen Geräten und Standorten, dank cloudbasierter Speicherung und benutzerfreundlichen Oberflächen
  • Kosteneinsparungen durch die Abschaffung von zeitaufwendigen, papierbasierten Prozessen und die manuelle Sortierung von Unterlagen
  • Datenauswertungen und -analysen, die dazu beitragen, dass Unternehmen schneller und besser auf Kundenanforderungen reagieren und die Erfahrungen verbessern
  • Verhinderung menschlicher Fehler, da smarte Buchhaltungsprogramme diese erkennen und den Benutzer mit Lösungsvorschlägen darauf hinweisen


Somit verspricht eine Umstellung auf die digitale Unternehmensverwaltung nicht nur Effizienzgewinne, sondern auch eine entscheidende strategische Grundlage für Wachstum und Innovation in der Zukunft. Nur durch eine Digitalisierung und weitestgehende Automatisierung sämtlicher Unternehmensprozesse kann gefährdenden Einflüssen wie dem Fachkräftemangel nachhaltig entgegengewirkt werden.'
 

Neue Herausforderungen für Mitarbeiter und Unternehmen durch die Buchhaltung 4.0

Die Angst vor Arbeitsplatzverlust durch die zunehmende Digitalisierung ist in vielen Unternehmen präsent – in Hinblick auf die Buchhaltung 4.0 jedoch unbegründet. In erster Linie dienen die neuen Technologien dazu, die Belastung für Mitarbeiter zu reduzieren und die Prozesse effizienter zu gestalten. So können gelernte Fachkräfte sich auf die wesentlichen und anspruchsvollen Aufgaben konzentrieren, und werden nicht durch repetitive Routineaufgaben aufgehalten.

Die Hauptaufgabe der Angestellten in der Verwaltung wird es sein, die KI-basierten Entscheidungen zu überprüfen, abzusegnen und bei Bedarf zu optimieren. Zudem ist stets der Mensch an erster Stelle, wenn es um die Entscheidung bei kritischen Fällen geht. Außerdem erfordert der Umgang mit neuen Technologien, die Auswertung großer Datenmengen und die Steuerung der Verarbeitung neue Kenntnisse, welche von den Mitarbeitern erlernt werden müssen.
 

Unser Tipp:

Die Umstellung auf ein digitales Verwaltungssystem darf nicht ohne Ankündigung und Schulung der Mitarbeiter erfolgen. Das führt schnell zu Überforderung, Fehlern in der Umsetzung und einer steigenden Unzufriedenheit bei den Angestellten. Unternehmer sollten den Betrieb deshalb frühzeitig und umfassend auf Änderungen vorbereiten und entsprechende Seminare anbieten oder fördern.

 

Wichtig: Was ändert sich bei meiner Krankenversicherung nach der Gewerbeanmeldung?

Im Zuge Ihrer Gewerbeanmeldung sollten Sie sich nun zeitnah um Ihre Krankenversicherung kümmern. Als Selbstständiger sind Sie nicht mehr automatisch Pflichtmitglied in Ihrer gesetzlichen Krankenkasse und müssen sich dort auf Antrag befreien lassen. Die Beiträge werden nun nach Ihrem Einkommen erhoben. Die Kosten belaufen sich im Jahr zwischen...

 

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